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Vortrag: Elegante Killis - Die Aphyosemion elegans-Gruppe

Lange Zeit war ungewiss, ob in diesem Monat überhaupt ein Vortrag gehalten werden würde. Heinz Ott ist deshalb besonders zu danken, dass er relativ kurzfristig zugesagt hat. In seiner Begleitung kamen weitere DKG-Freunde aus dem westdeutschen Raum, die das Treffen verstärkten. Leider blieben im Gegensatz zum Vormonat im Vortragsraum einige Plätze frei.

Heinz Ott (li.) im Gespräch mit Richard Mattes

Der Vortrag von Heinz Ott wurde zu einer gelungenen Werbung für eine einzigartige Killifisch-Gruppe. Es ging um: „Elegante Killis - Die Aphyosemion elegans-Gruppe“. Dies sind wunderschöne nichtannuelle Killifische, die leider nicht allzu häufig von unseren Killianern gepflegt und gezüchtet werden. Um so wichtiger ist die spezialisierte DKG-Arbeitsgruppe, in der angestrebt wird, die eingeführten Arten und Fundortformen zu erhalten. Ein Umstand behindert dieses Vorhaben besonders: Bei einigen Arten fällt die Geschlechterverteilung äußerst ungünstig einseitig aus. Hier erweist sich das Internet als hilfreich. Musste früher mit Mundpropaganda, zeitaufwändigen Telefonaten oder dem nächsten DKG-Journal nach dem fehlenden Geschlecht gesucht werden, hilft jetzt manchmal eine Rundmail.

Heinz stellte die einzelnen Arten mit ihren Fundortformen in ihren Einzelheiten vor. Wir erfuhren die Eckdaten zu ihrer wissenschaftlichen Einordnung, die Verfügbarkeit der Art im Hobby sowie einiges zur Zucht. Hinweise gab es auf die jüngeren Neubeschreibungen, die weitere Klarheit in die systematische Eingliederung und die Verbreitung der Aphyosemion elegans-Gruppe brachten. Er vergaß aber auch nicht, die Fische vorzustellen, zu denen es noch offene Fragen gibt.

Karl-Heinz Lüke und Wilfried Neumann diskutieren vor einem Fischangebot

Es war ein rundum interessanter und anregender Vortrag mit gutem Bildmaterial. Als Fotograf hat es mich gefreut, dass Heinz stets die Quellen seiner Bilder nannte, falls sie einmal nicht mit dem Auslöser seiner eigenen Kamera festgehalten wurden.

In der Diskussion zeigte sich, wie wichtig solche Gespräche außerhalb der üblichen offiziellen Anlässe sein können. In der Runde zeigte sich nämlich, dass möglicherweise noch Fische aus der HZ-Reise im Hobby sind, mit denen die Arbeitsgruppe nicht mehr gerechnet hat.

Zu hoffen ist, dass der ein oder andere sich dieser Fische annimmt und mithilft, die Arten zu erhalten.

Den offiziellen Teil des Treffens beendete die reich bestückte Killibörse. Hier zogen einige besondere Arten, die unsere westdeutschen Freunde mitgebracht hatten, die Interessen auf sich.

Aber auch nach dem Ende des Frankentreffens liefen die Gespräche weiter. Die Besucher aus dem Westen belebten die Runde. Wir waren uns einig, dass solche Treffen wiederholt werden sollten.