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Vortrag: Mein Wiedereinstieg in die Killifischhaltung

Am 04. Mai 2013 konnten wir zu unserer Freude Winfried Grell in Franken begrüßen. Viele kennen ihn aus einer Zeit, in der er als junger Mann seinen leider inzwischen verstorbenen Vater Wolfgang Grell, der durch seine Fischfangreisen Killi-Geschichte geschrieben hat, zu den Treffen begleitete.

In seinem Vortrag berichtete Winni über den Aufbau seiner Killifischanlage und seine erfolgreichen Zuchtbemühungen. Es war ein langer Weg, bevor die Regale mit den selbst geklebten Aquarien gefüllt waren. Aus den Bildern war ablesen, dass Winfried von seiner Frau beim Anlagenaufbau tatkräftig unterstützt wurde. Step by step war auf den Bildern das Entstehen eines "Fischkellers" nachzuerleben. Es war ein erheblicher Zeitaufwand, bis alles an seinem Platz stand.

Foto zeigt Winfried Grell beim Vortrag
Winfried Grell beim Vortrag

Akribisch plante Winni die Voraussetzungen für die Pflege und Zucht einiger Aphyosemion-Arten. Er hat sich inzwischen durch die Vermehrung einiger Fische aus den COFE-Reisen einen Namen gemacht. Aber es würde ihn unangemessen reduzieren, ihn nur an diesen Arten zu messen. Eine überlegte Einteilung seiner Räumlichkeiten erlaubt ihm die Haltung und Zucht vieler verschiedener Killifischarten, wobei die Aphyosemion-Arten Gabuns und des Kongos im Vordergrund stehen.

Foto zeigt die aufmerksamen Zuschauer
Das Thema interessiert anscheinend

Mit dem wöchentlichem, zeitraubenden Ablesen der Eier hat er die Grundlage seines Erfolges gelegt. Besonders sinnvoll empfand ich die Einrichtung einer eigenen Jungfisch-Aufzucht-Abteilung in der Anlage. Denn wenn die Nachzucht erst einmal zufriedenstellend läuft, fallen doch bei den verschiedenen Arten immer wieder Jungfische an, die in kleineren Behältern zunächst heran gezogen werden. Erst später wandern sie in größere Becken.

Winni setzt bei der Nachzucht auf ein Quellwasser, weil er damit selbst bei schwierigsten Arten Erfolg hat. Inzwischen pilgern andere Aquarianer regelrecht an diese Quelle, um dieses Wasser zu nutzen.

Eine weitere Grundlage seiner Zucht bildet das regelmäßige Tümpeln. Dabei musste er uns von den Vorteilen des Lebendfutters nicht erst überzeugen. Er ließ uns im Bild neidisch auf große tiefrote Wasserfloh-Schwärme schauen.

Winfried Grell hat in letzter Zeit seine Bemühungen als Fotograf seiner Killifische intensiviert. So waren seine guten Fotos nicht nur im Vortrag sondern auch im DKG-Journal zu bewundern. Im Vortrag verriet er, wie er im Einzelnen vorgeht und welche Rahmenbedingungen (Fotobecken usw.) er geschaffen hat.

Nach Abschluss des Vortrags wechselten in der regelmäßig abgehaltenen Killibörse Fische und Pflanzen den Besitzer. Winfried Grell bereicherte das Angebot mit einigen seltenen Aphyosemion-Arten.